+86 17673057391 Die EU rüstet sich, um dem US-Handelsprotektionismus entgegenzuwirken.
Laut Bloomberg bereitet sich die Europäische Union auf einen möglichen Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten vor, bleibt aber gleichzeitig offen für Verhandlungen.
Das Vertrauen der EU in den Abschluss eines für sie vorteilhaften Abkommens ist gewachsen, nachdem US-Präsident Donald Trump die Einführung von Zöllen auf Importe aus Mexiko und Kanada verschoben hat. Diese Entscheidung hat die Strategie der Europäischen Kommission bei der Formulierung einer verhältnismäßigen Antwort auf Trumps Zolldrohungen beeinflusst. Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch bestehen: die Etablierung einer effektiven Kommunikation mit der neuen US-Regierung, da mehrere wichtige handelspolitische Positionen in Washington noch der Zustimmung des Senats bedürfen.
Ein Insider verriet, dass die EU eine Eskalation der Spannungen im Zusammenhang mit Stahl- und Aluminiumexporten verhindern will – ein Problem, das im März einen kritischen Punkt erreichen könnte.
Ende nächsten Monats läuft die Aussetzung der Zölle auf amerikanische Waren im Wert von rund 3 Milliarden US-Dollar aus. Die europäischen Zölle auf US-Importe wurden ursprünglich während Trumps erster Amtszeit als Vergeltungsmaßnahme für die US-Zölle gemäß Abschnitt 232 auf Stahl und Aluminium eingeführt. 2021 einigten sich beide Seiten auf einen vorübergehenden Waffenstillstand, und die EU verlängerte die Aussetzung der Zölle im Dezember 2023. Die USA wiederum verlängerten die Aussetzung der Zölle gemäß Abschnitt 232 – und ersetzten diese durch ein System von Zollkontingenten – bis zum 31. Dezember 2025.
Laut der Quelle wird die EU ihre Aussetzung der Zölle voraussichtlich über März hinaus verlängern, um die US-Regierung nicht zu provozieren und um eine konstruktive Beziehung aufrechtzuerhalten.
Die Europäische Kommission hat unterdessen einen Vorschlag zur Stärkung der Beziehungen zwischen den USA und der EU ausgearbeitet. Der Plan sieht unter anderem höhere Importe von Flüssigerdgas (LNG), Düngemitteln und Waffen vor. Weitere Kooperationsfelder könnten die Angleichung der China-Politik umfassen, insbesondere bei Exportkontrollen, Investitionsprüfungen und dem Abbau chinesischer Überkapazitäten in der Stahlproduktion.
Trump hat seine Rhetorik bezüglich der Handelsungleichgewichte mit der EU zuletzt verschärft und dabei auf den erheblichen Handelsüberschuss des Blocks gegenüber den USA hingewiesen. Die Europäische Kommission hat daraufhin angekündigt, im Falle neuer Zölle durch Washington entschiedene Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die potenziellen US-Zölle auf Stahl und Aluminium könnten den Welthandel erheblich beeinträchtigen, da die Vereinigten Staaten im Jahr 2023 rund 93 Millionen Tonnen Stahl verbrauchten, wobei Importe 13 % des Bedarfs deckten. Viele dieser Importe stammen von den engsten Handelspartnern des Landes, was das Thema zu einem zentralen Streitpunkt in den transatlantischen Handelsbeziehungen macht.

